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Wann muss ich sofort zum Arzt?

Die Mayo Clinic in Rochester (Minnesota, USA) hat die Daten ihrer Patienten analysiert, um herauszufinden, welche Warnsymptome auf eine dringend zu behandelndende Krankheit hinweisen. Wenn die Betroffenen sofort zum Arzt gegangen wären, hätte man vielleicht den Krebs heilen, die Hirnblutung schnell stoppen, das verschlossene Blutgefäß sofort wieder öffnen können. Nur weil manche Patienten zu spät ärztliche Hilfe suchten, trugen sie bleibende Schäden davon oder mussten sterben. Um das zu vermeiden, stellt die Mayo Clinic in einer Presseerklärung eine 10-Symptome-Liste vor (Quelle: MEDICAL TRIBUNE, 09.01.2009):

PROBLEME ZU SEHEN, ZU SPRECHEN ODER SICH ZU BEWEGEN
Taubheit oder Lähmung einer Körperhälfte, Schwierigkeiten beim Sprechen oder plötzlich verminderte Sehkraft können auf eine Durchblutungsstörung im Hirn hinweisen, aus denen ein Schlaganfall entstehen kann. Selbst wenn die Symptome nur kurz anhalten, sollte man sich lieber sobald wie möglich ärztlich untersuchen lassen.

NEU AUFGETRETENER PLÖTZLICHER HEFTIGSTER KOPFSCHMERZ
Dahinter kann eine Hirnblutung, ein Schlaganfall oder eine Hirnhautentzündung eine Meningitis stecken. Sofortige Abklärung verlangt auch ein Kopfschmerz nach Schädelverletzung oder in Zusammenhang mit Fieber, Nackensteifigkeit, Hautausschlag, Krampfanfällen, Doppelbildern oder sonstigen neurologischen Ausfällen.

GEWICHTSVERLUST OHNE ERKENNBARE URSACHE
Bei Verlust von 5 % des Körpergewichts innerhalb von einem Monat oder mehr als 10 % in sechs bis zwölf Monaten muss dringend abklärt werden, ob z.B. eine Stoffwechselkrankheit, eine Krebserkrankung, eine Erkrankung innerer Organe oder eine seelische Ursache dahinterstecken.

JEDE VERÄNDERUNG DER WEIBLICHEN BRUST
Knoten, Hautveränderungen, Jucken, Schmerzen oder Absonderungen aus der weiblichen Brust müssen sofort abgeklärt werden. In seltenen Fällen betrifft dies jedoch auch Männer, für die dann das gleiche gilt!

VAGINALE BLUTUNGEN NACH DER MENOPAUSE ODER BLUT IM URIN (MANN UND FRAU)
Dies können Warnzeichen für Tumoren im gynäkologischen Bereich oder der Harnwege sein und müssen bald untersucht werden.

VERÄNDERTER STUHLGANG
Anhaltender Durchfall für mehr als eine Woche oder Verstopfung für mehr als zwei Wochen können Ausdruck von Infektionen, Medikamentenunverträglichkeit, aber auch eine lebensbedrohliche Erkrankung sein und sollten bald untersucht werden.

ANHALTENDER HUSTEN
Hält ein Husten länger als einen Monat, tritt er zu ungewöhnlichen Zeiten auf (stört z.B. den Schlaf) oder zeigt sich Blut im Auswurf, muss er sofort abgeklärt werden. Neben akuten oder chronischen Entzündungen (Bronchitis, Tuberkulose, Asthma) der Atemwege können auch Allergien oder Tumoren dahinterstecken.
Auch ein sogenannter "Raucherhusten" ist NICHT HARMLOSER als der Husten eines Nicht- oder Ex- Rauchers!

ANDAUERNDES ODER SEHR HOHES FIEBER
Bei Temperaturen um 38 °C muss spätestens nach einer Woche eine Abklärung erfolgen. Bei sehr hohem Fieber über ca. 39,5 °C sollte baldmöglichst ein Arzt aufgesucht werden .

APPETITLOSIGKEIT UND VÖLLEGEFÜHL NACH DEM ESSEN
Wenn sie weniger gegessen haben als sonst, sich aber trotzdem wie vollgestopft fühlen, oder sie unerklärlicherweise eine Abneigung gegen bestimmte Speisen empfinden und wenn dieses Gefühl über Tage und Wochen anhält, sollten sie sich untersuchen lassen. Neben einer Magenschleimhautentzündung, einer Leberschädigung oder einer Gallenblasenerkrankung können auch Tumoren solche Symptome verursachen. Dies gilt umso mehr, wenn Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, oder Gewichtsverlust dazukommen.

ANHALTENDES TRAURIG- ODER NIEDERGESCHLAGENSEIN
Nicht nur wenn man sich über Wochen und Monate deprimiert fühlt oder sogar Todessehnsucht hat – auch bei Symptomen wie Interessenverlust, Hoffnungslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Nah-am-Wasser-gebaut-Sein sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin Ihres Vertrauens aufsuchen.